Forschung

Forschungs- & Lehrschwerpunkte

Die im Folgenden gegebenen Buchstaben und Zahlen beziehen sich auf das Verzeichnis meiner Publikationen: SV = Selbständige Veröffentlichungen; A = Aufsätze.

  • Begonnen habe ich meine wissenschaftliche Arbeit mit den klassischen Methoden der historischen Kritik, wobei für meine Dissertation vor allem die Formgeschichte wichtig war. Sie ist von den monographischen Arbeiten die einzige Frucht aus dieser Phase: Christologische Formeln und Lieder des Urchristentums, 1967.1972 ( SV 1).
  • Nach der Dissertation wandte ich mich dem Übergangsbereich von Neuem Testament und Alter Kirche zu. Aus dieser Beschäftigung ergaben sich die Habilitationsschrift Tradition und Theologie des Barnabasbriefes, 1972 ( SV 2), der Aufsatz zum Diognetbrief, 1979 (A 5), und vor allem der Band Schriften des Urchristentums II, 1984 (SV 6).
  • In den 70er Jahren lag die sozialgeschichtliche Fragestellung sozusagen in der Luft. Ganz von ihr bestimmt sind die Monographien Pax Romana, 1986 (SV 7), und Demut, 1987 (SV 8), sowie der Aufsatz Handeln aus Ohnmacht, 1988 (A 11).
  • Immer wichtiger wurde für mich die Frage nach dem Verhältnis des Neuen Testaments zum Judentum. Ein kleines theologisches Kompendium dazu ist das Buch Jesus zwischen Juden und Christen, 1999, ²2004 (SV 10).  Als seine Fortsetzung kann das Buch gelten: Christsein mit Tora und Evangelium (SV 19).  Als ein früher Niederschlag dieses Fragens kann das Büchlein Ostern, 1991 (SV 9), gelten. Eine Zusammenfassung in bestimmter Perspektive bietet meine Abschiedsvorlesung (A 56).
  • Während meiner gesamten Lehrtätigkeit haben die johanneischen Schriften eine wichtige Rolle gespielt, zunächst die Johannesbriefe, dann das Johannesevangelium. Nach der kleinen Monographie zum ersten Johannesbrief, 1976 (SV 3), erschien der Kommentar zu den Johannesbriefen, 1978 (SV 4). Dem zweibändigen Kommentar zum Johannesevangelium, 2000, ²2004.2001, ²2007 (SV 11 u. 12) ging die Monographie Bedrängte Gemeinde, 1981, 41992 (SV 5), voran.
  • Mit Paulus habe ich mich immer wieder beschäftigt, vor allem mit den Kapiteln Röm 9-11. Nach wenigen Aufsätzen und dem Kommentar zum Philemonbrief, 2005 (SV 13), ist eine größere Monographie erschienen: „Freut euch, ihr Völker, mit Gottes Volk!“ Israel und die Völker als Thema des Paulus – ein Gang durch den Römerbrief, 2008 (SV 15).
  • Die wiederholte Beschäftigung mit dem Matthäusevangelium, besonders der Bergpredigt, hat sich nach wenigen Aufsätzen in einer Monographie niedergeschlagen: Das Regierungsprogramm des Himmelreichs. Eine Auslegung der Bergpredigt in ihrem jüdischen Kontext, 2010 (SV 17).
  • Über die Apokalypse des Johannes habe ich seit 1986 alle fünf Jahre eine Vorlesung gehalten, insgesamt fünfmal. Nach einigen Aufsätzen findet sich der Ertrag dieser Arbeit in der Monographie: "Wie lange noch?" Schreien nach Recht und Gerechtigkeit - eine Deutung der Apokalypse des Johannes, 2010 .  (SV 16).
  • Die Frage nach dem historischen Jesus hat mich fast von Beginn des Studiums an immer wieder beschäftigt. Ich habe sie im Lauf dieser Zeit unterschiedlich eingeschätzt, bis sich die Einsicht durchsetzte, dass sie theologisch verfehlt ist und historisch wenig bringt.  Eine Abrechnung mit der historischen Jesusforschung ist meine Streitschrift über die historisch wenig ergiebige und theologisch sinnlose Suche nach dem "historischen" Jesus (so der Untertitel) unter dem Titel Der wirkliche Jesus? 2013 (SV 18). Als positives Gegenstück dazu habe ich verfasst:: Mirjams Sohn - Gottes Gesalbter, 2016 (SV 20), das die Jesusdarstellungen der Evangelien von ihrer gemeinsamen Grundlage her und in ihrer Unterschiedlichkeit  entfaltet.

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