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Die wichtige Methodenlehre von Wilhelm Egger, die als erste die synchronen Methoden aus der Linguistik und der Literaturwissenschaft den diachronen (historisch-kritischen) Methoden vorgeordnet hat, liegt in völlig neuer Bearbeitung aus theologischer und sprachwissenschaftlicher Perspektive vor. Die verschiedenen Text- und Kommunikationsmodelle von Egger werden in ein einziges relationales Modell integriert, was für Studierende die eigenständigen Anwendungsmöglichkeiten dieser Methoden auf die Texte ihrer Wahl erhöht. Auf Verständlichkeit und Anwendbarkeit wurde bei der Neubearbeitung großes Gewicht gelegt. 

Ekkehard W. Stegemann legt seit Jahrzehnten den Römerbrief aus. Er erforscht dabei immer auch die Geschichte der Römerbriefauslegung und macht ihre Wege und Irrwege fruchtbar für die heutige Rezeption. In diesem Band sind wirkmächtige Auslegungen des Römerbriefs in dessen Auslegungsgeschichte analysiert. Stegemann zeigt auf, dass sich für Paulus an der Wahrnehmung der Bedeutung Israels klassische und moderne Modelle von Hermeneutik scheiden. Das gilt auch für die neueren kulturhistorischen Zugänge, mit denen er sich besonders auseinandersetzt.

Das Buch

Das Partherreich übte im Vorderen Orient und Zweistromland über mehrere Jahrhunderte eine Vormachtstellung aus, die sich mit dem Ende des Seleukidenreiches festigte und vergrößerte, bis Sasaniden und später die Ausbreitung arabischer Völker unter muslimischer Führung dieses Territorium ausfüllten.

Die Parther waren von Anfang an neben politischen Spannungsfeldern auch in den kultischen und religiösen Fragen mit den vorhandenen Strömungen konfrontiert, welche die ethnischen Gruppen seit Jahrhunderten gepflegt hatten. Vom Reichswesten her bestimmten Judentum und das aufkommende Christentum neben säkularen hellenistischen heidnischen Kulten das religiöse Leben; aus dem Osten kamen neben alten persischen Göttervorstellungen buddhistische und zoroastrische Akzente, die im Partherreich untereinander konkurrierten.

Der langen Phase einer religionsgeschichtlichen Auffassung, die von westlichen Erfahrungen geprägt waren(interpretatio graeca), werden im Tagungsband nun die indigenen westlichen und östlichen religiösen Strömungen gegenübergestellt. Dabei wird deutlich, dass die disparate und facettenreiche politische Geschichte ihr Pendant auch in religiösen Entwicklungen findet. Die »eine« parthische Religion gab es ebenso wenig wie die »eine« parthische Geschichte oder Kultur. Der Vordere Orient war und blieb für weitere Jahrhunderte ein Schmelztiegel, was Politik, Kunst, Religion und Kultur betrifft.

Der fünfte Band der Reihe Pietas umfasst Beiträge einer internationalen Tagung im Dezember 2008 an der Ruhr-Universität Bochum, die das Käte Hamburger Kolleg »Dynamics in the History of Religions between Asia and Europe« veranstaltet hat.

Die Beiträge

  • Foreword / Vorwort
  • Peter Wick/Markus ZehnderIntroduction, 9 ff.
  • Dieter MetzlerAspekte religiöser Vielfalt im Partherreich, 17 ff.
  • Markus ZehnderReligionspolitik im antiken Vorderen Orient: Assyrer und Parther, 27 ff.
  • Linda-Marie GüntherSeleukidische Vorbilder der parthischen Münzikonographie, 53 ff.
  • Vesta Sarkhosh CurtisParthian Coins: Kingship and Divine Glory, 67 ff.
  • Meret StrothmannFeindeskinder an Sohnes statt. Parthische Königssöhne im 
    Haus des Augustus, 83 ff.
  • Markus ZehnderReligious Dynamics in the Parthian Empire: The Cases of Hatra and Arbela, 103 ff.
  • Geoffrey Herman:The Jews of Parthian Babylonia, 141 ff.
  • Yaakov ElmanJewish Acculturation to Persian Norms at the End of the Parthian Period, 151 ff.
  • Marco FrenschkowskiFrühe Christen in der Begegnung mit dem Zoroastrismus: Eine Orientierung, 163 ff.
  • Peter BrunsWeltentstehung und Schöpfung bei Bardaisan von Edessa, 195 ff.
  • Index of Ancient Sources / Stellenregister,  209 ff.

Die Herausgeber

Peter Wick ist Professor für New Testament an der Ruhr-Universität Bochum (Evangelisch-Theologische Fakultät, GA 8/147, Universitätsstr. 150, 44780 Bochum).
Forschungsschwerpunkte: der Apostel Paulus, Matthäus- und Johannes-Evangelien, Dynamiken im frühen Christentum, interreligiösen Begegnungen in der Antike, Funktionen der antiken Mysterien und ethische Grundlagen im Neuen Testament.

Markus Zehnder ist Professor für Biblische Studien am Ansgar College and Theological Seminary (4635 Kristiansand, Norwegen) und Privatdozent für Altes Testament an der Universität Basel (4051 Basel, Schweiz).
Forschungsschwerpunkte: Geschichte und Sprachen des alten nahen Ostens mit besonderer Berücksichtigung des Alten Testaments.

 

 

 

Kontakt

  • Lehrstuhl für Exegese und Theologie des Neuen Testaments, Geschichte des Urchristentums
    Prof. Dr. Peter Wick
    Universitätsstr. 150
    Geb. GA 8/147
    D - 44780 Bochum
    Telefon: +49-234-32-28103
    Telefax: +49-234-32-14894

    neuestestament@rub.de

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